Bauen mit 50 plus- worauf man achten sollte.
Die meisten Menschen heute wollen ihr Alter nachweislich nicht in einem Senioren - oder Pflegeheim verbringen. Im Gegenteil, die längere Lebenserwartung macht ältere Menschen auch angesichts ihrer Lebensplangestaltung fürs Alterswohnen unternehmungslustig. Dass man vor lauter Unternehmungslust aber wichtige Überlegungen nicht vergisst anzustellen, soll folgender Beitrag helfen.
Finanzielle Möglichkeiten prüfen
Bei einem durchschnittlichen Renteneintrittsalter von etwa 63 Jahren, ist davon auszugehen, dass die Finanzierung nicht komplett durch der eigenen Hände Arbeit getilgt werden kann. Daher sind die voraussichtliche Rente, sowie die Rücklagen für das Alter, mit einzukalkulieren. Schließlich möchte niemand die gesamte Rente für die Abzahlung von Krediten aufwenden oder gar den Nachkommen einen Schuldenberg hinterlassen.
Ein Haus bauen fürs Alter
Um die Wohnbedürfnisse im Alter zu ermitteln, sollte man mit einer Art Checkliste vorgehen. Auf ihr sollten folgende Überlegungen eine Rolle spielen: Die im Alter abnehmende Mobilität führt dazu, dass man bei der Wahl der Lage eines Alterswohnsitzes nicht unbedingt die sonst bei Lageüberlegungen allgemein übliche Hanglage favorisieren sollte. Auch das Ruhebedürfnis ist verständlich, aber es sollte nicht gerade die entlegenste Lage sein. Möglichst eben und zentral sollte es aber schon sein. Die Infrastruktur sollte weiterhin genauestens im Planungsgebiet unter die Lupe genommen werden. Sind dort alle Geschäfte des täglichen Bedarfs vorhanden, gibt es Ärzte, Bank, Post in erreichbarer Nähe und ist eine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel erreichbar.
Bezüglich der Hausplanung muss man gedanklich von den gängigen Raumstrukturen abweichen. Zum einen benötigt man nicht mehr soviel Platz wie eine Familie, die Kinder hat. Zum anderen benötigt man aber ausreichend Platz, um auch später einmal möglicherweise mit Geh- oder Fahrhilfen in der ebenen Wohnung zu Recht zu kommen. Schließlich sollte auch im Alter dem Geschmack bzgl. Größe und Einrichtung Rechnung getragen werden und dennoch einplanen, wie viel Quadratmeter man sich selbst an Reinigung und Pflege noch zumuten will oder kann. Günstigstenfalls hat man evtl. eine der seltenen „Hausperlen“ zur Hand und muss sich darüber keine Sorgen machen. Hat man ein Leben lang einen Garten gehabt, sollte man auch gerade im Alter nicht darauf verzichten. Man muss aber auch hier besonders auf die Flächengröße und Art der Gestaltung sowie die Pflegeintensität achten und vor allem dafür sorgen, dass man immer ein möglichst schattiges Plätzchen findet, um sich im Freien unter den geliebten Pflanzen aufhalten zu können. Dazu benötigt man natürlich auch- der zunehmenden Immobilität Rechnung tragend- Gartenmöbel, die witterungsunempfindlich sind und nicht bei jedem Regentropfen ins Haus getragen werden müssen, die eine angenehme Sitzhöhe haben, so dass man auch bequem aufstehen kann und die angenehm gepolstert sind, evtl. auch verstellbar, damit man Zeit für in kleines Nickerchen im Garten findet.
Bauen mit 50 plus