Start Vermögensberater finden

Wie finde ich einen guten Vermögensberater?

Zuerst sollten Sie sich über Ihre Anlagewünsche und darüber Gedanken machen, wie Sie sich einen guten Vermögensberater vorstellen. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Demzufolge kann sich jeder Vermögensberater nennen. Wichtigster Tipp zu Beginn: Sie sollten immer mehrere Vermögensberater aufsuchen, um zu vergleichen.

Voraussetzung für ein gutes Beratungsergebnis ist, dass die Chemie zwischen Ihnen und dem Vermögensberater stimmt. Ganz wichtig ist seine fachliche Qualifikation. Fragen Sie ihn nach seiner Berufserfahrung, seinen Abschlüssen und Referenzen sowie seit wann er für seinen Auftraggeber oder als Selbständiger tätig ist. Empfehlenswert sind mindestens fünf Jahre Berufserfahrung. Sie profitieren davon, wenn er bereits mehrere Wirtschaftszyklen und ihre Auswirkungen auf finanzielle Entscheidungen verfolgt hat.

Das wichtigste Kriterium für die Unabhängigkeit Ihres Beraters ist die Frage: Womit verdient er sein Geld? Das müssen Sie im Laufe des Gespräches erfragen. Aus der Art und Höhe seines Verdienstes können vielfältige Interessenkonflikte resultieren, die Ihren Anlegerinteressen entgegenstehen. Arbeitet er für Provisionen beim Verkauf von Finanzprodukten oder berät er auf der Grundlage eines Honorars, das er vom Kunden erhält?



Auf der Basis von Provisionen erhalten Sie ausschließlich die Produkte der Unternehmen, mit denen er vertragliche Beziehungen eingegangen ist. Das trifft auf mehrfach gebundene Vertreter und Vermittler, Handelsvertreter eines Finanzstrukturvertriebes oder Makler zu. Auf Honorarbasis arbeitet der selbstständige Honorarberater. Wenn das Honorar des Kunden nicht seine einzige Einnahmequelle ist, muss er Ihnen dies offen legen und die von Dritten erhaltenen Provisionen an Sie weiterleiten. Ein seriöser Vermögensberater wird Ihnen gern die entsprechenden Auskünfte geben.

Entscheidend ist, dass er Sie nach Ihren Vermögens-, Einkommens- und persönlichen Verhältnissen, der gewünschten Anlagedauer, Ihren Anlagezielen, Ihren Erfahrungen mit Finanzprodukten sowie Ihrer Risikobereitschaft fragt. Es muss geprüft werden, ob Sie fähig und willens sind, bestimmte Risiken zu tragen. Achten Sie darauf, dass er Ihnen genau erläutert, worin das Risiko für das empfohlene Produkt besteht und nicht nur auf die Vorteile der Geldanlage verweist. Das sollte mit möglichst einfachen und verständlichen Worten, ohne zu viele Fachausdrücke geschehen. Ihr Berater gibt für schwankungsanfällige Anlagen keine Renditeprognosen ab.

Sie haben das Recht, für jede Anlageberatung zu Wertpapieren ein Protokoll zu fordern. Eine Ausnahme besteht bei der ausschließlichen Vermittlung von Investmentfonds sowie bei geschlossenen Fonds und der Vermögensverwaltung. Ein seriöser Vermögensberater wird Ihnen aber von sich aus ein Protokoll aushändigen. Das kann bei eventuellen Fehlberatungen hilfreich sein.

Zum Abschluss: Ein guter Vermögensberater setzt Sie nicht unter Druck, weder zeitlich noch moralisch. Er drängt Sie nicht zur Auflösung bestehender Verträge und bietet Ihnen Bedenkzeit vor jedem Abschluss an.


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